VISUALISIERUNG – VERBILDLICHUNG

Eine Website zu Bildstatistik, ISOTYPE, Otto Neurath, Gerd Arntz, Bildsemiotik, Bildmedien, Bildwissenschaft….
von Peter Bettelheim (s.: My Personal Site)

Visualisierung ist als ein spezifischer Modus zeichenbasierter “Wissensrepräsentation” wesentliches Informationsmedium. Dabei erweitert und verändert die Maschinenlogik (Technologie) des Computers -als beinahe ‘universale’- Medienmaschine die Potenziale der Her- und Darstellung ebenso wie der Rezeption von Wissen, womit sich traditionelle Fragen der Möglichkeit(en) der Erkenntnis von ‘Wirklichkeit’ aus unterschiedlichen Perspektiven ‘neu’ stellen.
Wie bei allen semiotischen Systemen (genauer: bei kommunikativen und kognitiven Prozessen als genuin menschliche Verständigungsarbeit) werden auch bei den unterschiedlichen Formen visualisierter Darstellungen zentrale zeichentheoretische und pragmatische Dimensionen miteinander verknüpt: mediale, historische, technische, ästhetische und -nicht zuletzt- Aspekte der Erkenntnis.
Bildlichkeit und Schriftlichkeit stehen trotz ‘antipodischer’ Charakteristiken in einem (mehrfach begründeten) Wechselverhältnis: Die Vorstellungen als Quasi-Bilder und das sprachliche Wissen als Wörter und Begriffe sind jene mentalen ‘Institutionen’, die laufend -als intellektuelle Arbeit- die Beziehungen zueinander herstellen (s. dazu: Metapherntheorie). ‘Echte’ Bilder und ikonische Symbole haben dabei eine Übersetzungsfunktion und Begriffe somit einen hohen Stellenwert. So ist z.B. Visualisierung zwar als be-zeichnender(!) Term für bildliche Darstellung üblich, doch zeichentheoretisch gesehen auch falsch, weil Schrift ebenso eine visualisierte Form ist: Ein nach Regeln, somit einem normierten Modus, gestaltetes Fixieren gesprochener (’flüchtiger’) Äußerungen. Im Rahmen deutschsprachiger wissenschaftlicher Terminologie ist von daher der Begriff Visualisierung für bildliche Darstellungen zu ersetzen durch Verbildlichung, was ja auch dem ‘Eigensinn’ unseres sprachlichen Denkens adäquat ist.

Aspekte der Verbildlichung
VERBILDLICHTE “WISSENSREPRÄSENTATION” / Visual Knowledge-representation

SPRACHE UND VERBILDLICHUNG/ Visualization and Language

MEDIALITÄT UND KULTURTECHNIKEN (in Vorbereitung)

INFOGRAFIK UND BILDSTATISTIK / Pictorial Statistics and Informational Graphics

ZUR GESCHICHTE DER INFOGRAFISCHEN BILDLICHKEIT / On the History of Info-Pictorial Representativeness
DIE WISSENSCHAFTLICHKEIT VON INFOGRAFISCHER VERBILDLICHUNG / The Scientific-Epistemical Character of Visualization

ZUR QUALITÄTSFRAGE VON BILDSTATISTIKEN UND INFOGRAFIKEN / The Question of the Quality of Pictorial Statistics and Informational Graphics

PUBLIKATIONEN zum Thema

Abstract: This website presents different aspects to the (so called) Visualization of ‘Pictorial Statistics‘ / ‘Graphic Charts‘ and the general frame of this specific mode of semiological based knowledge-representation. Among some relevant aspects (linguistic connections, medial and terminological distinctions, historical developments, questions on the quality and any philosophical remarks) it shows in particular the ISOTYPE-procedure (Intern. SYstem Of TYPographic Education): A specific method on visual education –including scientific-statistical representations– that was founded by Otto Neurath (in collaboration with Marie Reidemeister, Gerd Arntz and others) in Vienna in the 1920ies years and continuasly developed in The Hague, Oxford… in the 1930/1940ies (mainly by the International Foundation for Visual Education / Isotype-Institutes). Alltogether this discourse on ‘Visualization’ –the aims and targets– can be formulated in the statement “The ways how information are produced and presented in the media increase or decrease the topic and –least- produce it.”

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